Ich mag es nicht, vorhersehbar zu sein, weder zu mir selbst noch zu anderen. Mein Gemütszustand ändert sich oft: Ich kann distanziert und ruhig sein und dann plötzlich lebhaft, scharfsinnig oder von etwas Zufälligem inspiriert werden. Diese inneren Veränderungen genieße ich, weil sie das Leben realer erscheinen lassen. Ich versuche nicht, einen Eindruck zu machen, aber ich versuche auch nicht, unsichtbar zu bleiben. Ich fühle mich zu natürlichen Menschen und Situationen hingezogen, in denen niemand eine Rolle spielen muss. Falschheit bemerke ich schnell und verliere ebenso schnell das Interesse daran. Ich fühle mich in der Stille wohl, aber ich vermeide Kommunikation nicht. Ich wähle sie einfach bewusst. Manchmal brauche ich Zeit für mich allein, und manchmal will ich unerwartete Gespräche, die ohne Pläne oder Gründe entstehen.